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	<title>Freireligiöse Gemeinde Karlsruhe</title>
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		<title>Freireligiöse Gemeinde Karlsruhe</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 18:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schamisso</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[V  o  r  w  o  r  t Die Freireligiösen wollen frei in (nicht von) der Religion sein. Sie meinen: Jeder ist für seinen Glauben selbst verantwortlich. Religion kann man nicht erben, man muss sie erwerben. Das bedeutet Arbeit. Denn die  &#8230; <a href="http://frgemeindeka.wordpress.com/2012/02/16/89/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=89&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>V  o  r  w  o  r  t</strong></p>
<p>Die Freireligiösen wollen frei in (nicht von) der Religion sein.</p>
<p>Sie meinen:</p>
<p>Jeder ist für seinen Glauben selbst verantwortlich.</p>
<p>Religion kann man nicht erben, man muss sie erwerben. Das bedeutet Arbeit. Denn die  &#8220;ewige Wahrheit&#8221;  ist nicht in einem einzigen Buch versteckt.</p>
<p>Darum wollen und können die Freireligiösen aus Prinzip nicht werben oder missionieren.</p>
<p>Freie Religion ist eine Geisteshaltung, in der der Zweifel nicht nur zugelassen, sondern konstitutiv ist.</p>
<p>Die Freireligiösen haben sich deshalb in Gemeinden zusammengeschlossen, um in der Gesellschaft diesen Freiraum politisch zu ermöglichen und sich gegen dessen Bedrohung zur Wehr zu setzen.</p>
<p>Das war ein harter Kampf zu Beginn 1845 bis 1848, wo sie als Körperschaft des öffentlichen Rechts zum ersten Mal den Kirchen gleichgestellt worden sind (bestätigt in der Weimarer Republik 1919 und dann in der BRD 1949). Stark und erfolgreich (wenn auch nie zahlenmäßig) waren die Gemeinden wärend dieser ersten Demokratiebewegung bis 1848/49, dann erst in der Weimarer Republik. So klein ihre Schar immer war, so haben sie doch Einfluß ausgeübt, am meisten in der Paulskirche und in der Weimarer Republik. Auch am Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland haben Freireligiöse Juristen entscheidend mitgewirkt.</p>
<p>Die Wirksamkeit der Freireligiösen, immer in Relation  zur geringen Mitgliederzahl in Karlsruhe, erkennt man indirekt u.a. an Gebäuden, Straßen, Einrichtungen usw., die nach ihnen benannt worden sind, wie z.B.</p>
<p>Oskar-Ulmer-Brücke in Durlach-Aue</p>
<p>Robert-Blum-Straße</p>
<p>Gervinusstraße</p>
<p>Ludwig-Marum-Straße</p>
<p>Luise-Riegger-Haus</p>
<p>Hanne-Landgraf-Heim</p>
<p>Karl-Siebert-Haus</p>
<p>Einige bekannte und weniger bekannte Künstler zählten ebenfalls zu den Mitgliedern, z.B. der Maler Helmut Meyer-Weingarten.</p>
<p>Unter den Ehrenbürgern der Stadt finden sich die Namen  zweier aktiver Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde: Adam Remmele und Hanne Landgraf.</p>
<p>Wie oft in Karlsruhe die Dienste der Freireligiösen Gemeinde gefragt waren, zeigt eine (nicht vollständige) Übersicht der Trauerfeiern, die allein durch Eckhart Pilick  im Raum Karlsruhe durchgeführt wurden.   Die Verstorbenen waren evangelisch, freireligiös, islamisch, jüdisch, katholisch, russisch-orthodox oder (meistens) konfessionslos. Eckhart Pilick nahm einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe war, und zu seinen Seminaren und Vorlesungen kamen Studentinnen und Studenten aller Konfessionen. Er hielt Rundfunkreden im SDR und SWF und bereiste regelmäßig zu Vorträgen und Feierstunden oder zu Trauungen, Taufen oder Trauerfeiern die einzelnen badischen Gemeinden von Konstanz und Lörrach bis Mannheim, Heidelberg. Er war verantwortlich für den Dienstplan mehrer Mitarbeiter und Prediger, wie z.B. Dr. Meyer, Dr. Dietmar Friedmann, Dr. Max Gaebler, Dr. joachim Giesecke oder Heinrich Keip.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/frgemeindeka.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/frgemeindeka.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/frgemeindeka.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/frgemeindeka.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/frgemeindeka.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/frgemeindeka.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/frgemeindeka.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/frgemeindeka.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/frgemeindeka.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/frgemeindeka.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/frgemeindeka.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/frgemeindeka.wordpress.com/89/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/frgemeindeka.wordpress.com/89/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/frgemeindeka.wordpress.com/89/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=89&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Robert Blum. Auf dem Theater des Lebens.</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 16:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schamisso</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Anke Reuther (Hrsg.): Robert Blum. Auf dem Theater des Lebens. Beiträge zur Robert–Blum–Ehrung. Der Band enthält die von Kirsten Reuther geschaffene und 2007 uraufgeführte Robert-Blum-Revue,die das Leben Robert Blums mit Liedern des Vormärz und der Revolution von 1848/49 verknüpft, 14 &#8230; <a href="http://frgemeindeka.wordpress.com/2011/07/27/robert-blum-auf-dem-theater-des-lebens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=49&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anke Reuther (Hrsg.): Robert Blum. Auf dem Theater des Lebens. Beiträge zur Robert–Blum–Ehrung.</strong></p>
<p>Der Band enthält die von Kirsten Reuther geschaffene und 2007 uraufgeführte Robert-Blum-Revue,die das Leben Robert Blums mit Liedern des Vormärz und der Revolution von 1848/49 verknüpft, 14 Briefe von Blum an Johannes Ronge, tabellarische Lebensläufe von Blum und Ronge<span id="more-49"></span> und 2 Festvorträge zu Ehren Blums von Dr. Eckhart Pilick und der Geschäftsführerin der Freireligiösen Gemeinde Berlin, Kirsten Reuther. Ein Personenverzeichnis, ein Glossar und eine Audio-CD mit dem Neuen Robert-Blum-Lied ergänzen den Band.</p>
<p>Im Festvortrag „Konziliation“ zum 200.Geburtstag Blums, 2007 in Offenbach gehalten, stellt Pilick den Charakter Blums, sein Wirken und die daraus resultierenden Erkenntnisse für die Zukunft der Freireligiösen dar. Pilick skizziert Blums Lebensweg „nach oben von ganz unten“, wie er zu den „wirklich Gebildeten in Deutschland zählte, obwohl er&#8230;.keine akademische Ausbildung genoss“, wie er sich für die Bildung des Volkes einsetzte oder wie er durch die Gründung des Vaterlandvereins und mit Schillerfeiern zur Politisierung und Demokratisierung der Gesellschaft beitrug. Blums Vaterlandsliebe beinhaltete auch schon die Vision eines friedlichen Europa.</p>
<p>Pilick sieht in Blums Geburtsstadt Köln auch die Ursache für seinen Charakter und seine Visionen. Den Rhein verinnerlichte Blum nicht als Grenzfluss, sondern als vorwärts gerichtetes fortschreitendes, unaufhaltsames Element. So kannte er auch „keine Grenzen, zumindest keine unüberwindlichen, nicht die zwischen Sakralem und Profanem, zwischen Religionen und Politik“.</p>
<p>Blum wollte mit der Deutsch- katholischen Bewegung außerhalb der Kirche reformieren und nicht, wie immer falsch behauptet wird, innerhalb. Deshalb berief Blum ein Konzil ein.</p>
<p>Konziliation ist für Pilick die Charakterstärke Blums, nämlich Versöhnlichkeit und Vereinigungsstreben, Tugenden, auf die sich die Freireligiösen heute besinnen sollten. „Nichts geht mehr ohne Bündnisse.“ Raus aus der katholischen Kirche, das war für Blum klar, und die Bezeichnung „ katholisch“ war nicht mehr als eine Herkunftsbezeichnung. Wichtig sind nicht die Namen, sondern die Inhalte, für Blum wie für Pilick, auch deshalb die Gründung von autonomen Gemeinden in Selbstverwaltung.</p>
<p>Seine Forderungen mit dem Ziel einer demokratischen Gesellschaft waren radikal, sein Handeln kämpferisch, aber immer wieder auch versöhnlich. Netzwerke schaffen, das war eines seiner Mittel. Gewalt lehnte Blum ab, deshalb auch Struve und Hecker. Mehrmals gelang es ihm, die aufgebrachte Menge von blinder Raserei abzuhalten. Umso tragischer, dass er in Wien, um sich selbst – „vorwärts und nie zurück“ &#8211; und der Sache treu zu bleiben, zur Waffe greifen musste.</p>
<p>„Freie Religion ist kein abgeschlossenes System, sondern eine geistige Haltung. Sie ist eher Gesinnung als Dogma.“ Darum erscheint sie Pilick als „aktuelles Modell&#8230;zwischen dem Fundamentalismus auf der einen und der Indifferenz auf der anderen Seite.“ „ Freie Religion &#8230;muss sich asymmetrisch zum status quo verhalten“, in dieser Tradition stehen wir seit Blum. Dass aus der anfänglich antiklerikalen Bürgerinitiative eine pantheistische Religionsgemeinschaft werden konnte, dafür hat Blum die Voraussetzungen geschaffen.</p>
<p>Pilick nennt 3 Verdienste Blums</p>
<p>– die praktische Erfahrung der Nicht-Identität von Religion und Christentum</p>
<p>– das verfassungsmäßige Recht auf Religionsfreiheit</p>
<p>– der Masse das Bewusstsein gegeben zu haben, nicht nur passive Manövriermasse der Herrschenden, sondern aktive Teilnehmer werden zu können.</p>
<p>Wer sich über Blum informieren, aber auch wer sich intensiver mit Blum beschäftigen möchte, wird in diesem Aufsatz von Pilick bestens bedient. Neben der Skizze von Blums Leben gelingt es Pilick in der von ihm gewohnten Art, scheinbare Kleinigkeiten grandios in den großen politischen und philosophischen Kontext zu stellen und zum Strahlen zu bringen.</p>
<p>Die Festrede – ein Glück für jeden Freireligiösen und Blum-Liebhaber, dass sie gedruckt vorliegt.</p>
<p><strong><em>Harald Bender</em></strong></p>
<p><em>Auszug der Rezension in: </em></p>
<p><em>Freie Religion Heft 7/8 Juli/August 2011.</em></p>
<p><em>Anke Reuther (Hrsg.): </em><em>Robert Blum. Auf dem Theater des Lebens. Beiträge zur Robert-Blum-Ehrung.</em></p>
<p><em>Be Bra Wissenschaft Verlag Berlin 2011. 288 Seiten. </em><em>ISBN: 978-3-937233-80-2. </em><em>Preis: 24,80 €</em></p>
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		<title>Bitte um Mitarbeit und Beiträge</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 11:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tanjakluth</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen und Freunde! Wir hätten alle gerne eine schöne Webseite auf der interessante Artikel stehen. Ich kann gerne jedem unsere Mitglieder oder Freunde einen Autoren Account erstellen. Dazu meldet Euch bitte rechts unter Meta &#8211;&#62; Registrieren an. Allerdings: Schreiben müsst &#8230; <a href="http://frgemeindeka.wordpress.com/2011/07/25/hello-world/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=1&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freundinnen und Freunde!</p>
<p>Wir hätten alle gerne eine schöne Webseite auf der interessante Artikel stehen. Ich kann gerne jedem unsere Mitglieder oder Freunde einen Autoren Account erstellen. Dazu meldet Euch bitte rechts unter Meta &#8211;&gt; <a title="Registrieren" href="http://frgemeindeka.wordpress.com/wp-login.php?action=register" target="_blank">Registrieren</a> an. Allerdings: Schreiben müsst Ihr! Ich freue mich auf Eure Beiträge!<br />
Viele Grüße<br />
Tanja</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/frgemeindeka.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/frgemeindeka.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/frgemeindeka.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/frgemeindeka.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/frgemeindeka.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/frgemeindeka.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/frgemeindeka.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/frgemeindeka.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/frgemeindeka.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/frgemeindeka.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/frgemeindeka.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/frgemeindeka.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/frgemeindeka.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/frgemeindeka.wordpress.com/1/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=1&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kwazakhele-Kindergartenprojekt in Südafrika (Port Elizabeth)</title>
		<link>http://frgemeindeka.wordpress.com/2010/07/25/kwazakhele-kindergartenprojekt-in-sudafrika-port-elizabeth/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 13:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>idana1976</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderhilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kwazakhele]]></category>

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		<description><![CDATA[Kwazakhele-Kindergartenprojekt Port Elizabeth ist eine Hafenstadt in der Ost-Kapprovinz Südafrikas. Es ist die fünftgrößte Stadt in diesem Land. Die Spuren der Apartheid sind, wie in allen südafrikanischen Städten, noch deutlich in der Stadtaufteilung zu sehen. Im südlichen Teil befindet sich &#8230; <a href="http://frgemeindeka.wordpress.com/2010/07/25/kwazakhele-kindergartenprojekt-in-sudafrika-port-elizabeth/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=29&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://frgemeindeka.files.wordpress.com/2011/07/dscn3057.jpg"><img class="size-full wp-image-30 alignnone" title="dscn3057" src="http://frgemeindeka.files.wordpress.com/2011/07/dscn3057.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<p><strong>Kwazakhele-Kindergartenprojekt </strong></p>
<p>Port Elizabeth ist eine Hafenstadt in der Ost-Kapprovinz Südafrikas. Es ist die fünftgrößte Stadt in diesem Land. Die Spuren der Apartheid sind, wie in allen südafrikanischen Städten, noch deutlich in der Stadtaufteilung zu sehen. Im südlichen Teil befindet sich der Hafen und entlang des Strandes die teuren Wohngebiete der Weißen, mit Hotels und Villen. Im Norden grenzen verschiedene Townships an die Stadt (Kwazakhele, Swede, &#8230;).<span id="more-29"></span> In Kwazakhele leben ungefähr 150 000 Menschen in kleinen Steinhäusern oder Wellblechhütten. Manche von ihnen besitzen Strom, Wasser und Toiletten, andere haben lediglich Latrinen und müssen ihr Wasser von einem öffentlichen Wasserhahn holen. Die Arbeitslosenrate in Südafrika liegt bei ungefähr 65%.</p>
<p>Im Rahmen eines DAAD-Stipendiums studierte ich von Januar bis November 2001 Ethnologie an der Universität Port Elizabeth (UPE). Durch die Freundschaft zu Asa, meiner schwedischen Mitbewohnerin, welche Krankenschwester studierte, kam ich in Kontakt mit einer Professorin (Jill von der Marwitz), die sich sehr in dem Township Kwazakhele engagiert. Ich begleitete sie oft und bekam Einblick in das Leben der ärmeren schwarzen Bevölkerung.</p>
<p>Gemeinsam mit meinen Kommilitonen widmete ich mich einem besonderen Projekt: Wir besuchten regelmäßig Pauline Pike, welche mit viel Elan versucht, das Leben in Ihrer Gemeinschaft zu verbessern. Vor einigen Jahren gründete sie mit anderen Frauen eine Gruppe, welche sich persönlich dafür einsetzte, die Straßen in Kwazakhele zu säubern. Mit großen Müllsäcken bewaffnet sammelten sie eigenhändig den Abfall auf und brachten ihn zu einer Sammelstelle. Später eröffnete Pauline eine Kindertagesstätte für Straßenkinder in Kwazakhele, welche sie heute mit anderen freiwilligen Mitarbeiterinnen aus dem Township leitet.<!--more--></p>
<p>Es begann damit, dass sie ungefähr 40 Kleinkinder im Alter von 3-6 Jahren in ihrer eigenen 1-Zimmer Wellblechhütte tagsüber beaufsichtigte, um sie vor den Gefahren der Strasse zu bewahren (Kindesmisshandlung, Alkoholmissbrauch, AIDS, sexueller Missbrauch, Prostitution&#8230;). Pauline versucht, den Kindern eine sichere Umgebung und mindestens eine warme Mahlzeit am Tag (normalerweise ein Teller Maisbrei) zu geben. Sie finanzierte all dies aus ihren eigenen Mitteln. Doch mit zunehmender Anzahl der Kinder konnte sie deren minimalen Bedürfnissen nicht mehr nachkommen und bat daher die Sozialarbeiter im Township um Hilfe. Abends kehren die Kinder wieder in ihre Familien zurück. Sie leben bei ihren Eltern, welche aber nur selten selbst in der Lage sind, sich um ihre Kinder zu kümmern. Arbeitslosigkeit, Alkohol/ Drogen und AIDS sind verbreitete Ursachen für die Probleme.</p>
<p>Wir besuchten die Kinder regelmäßig, brachten Obst und versuchten, ihnen mit Spielen einen schönen Tag zu schenken. Immer mehr internationale Studenten engagierten sich für die Kinder. Nach wenigen Monaten konnten wir mit Hilfe verschiedener Spendenaktionen und durch unsere eigenen Gelder ein Haus für den provisorischen Kindergarten mieten- kurz bevor sie aus der Wellblechhütte vertrieben wurden. Mit Hilfe der Professorin Jill von der Marwitz und einem Spendenfond von UPE, versuche ich mit meinen Freunden genug Geld für dieses kleine Projekt zusammen zu bekommen, um den Kindern eine dauerhafte Zufluchtsstätte mit ausreichender Versorgung zu gewähren. Wir schrieben Artikel in Zeitungen, baten Freunde und Verwandte um Spenden. In unserem Haus in Port Elizabeth veranstalteten wir eine Party, um auch unsere Freunde und Bekannte in Südafrika dafür zu begeistern. Während des letzten Jahres besuchte ich die Kinder mindestens einmal pro Woche im Township. Es ist erstaunlich, wie viel man mit einfachen Mitteln in solch einer kurzen Zeit erreichen kann. Einige der älteren Kinder konnten sogar mit Schuluniformen ausgestattet werden und regelmäßig zum Unterricht gehen. Schulgelder und Bücher für einige Kinder konnten ebenfalls durch die Spenden finanziert werden. Die Eltern waren dankbar für die Hilfe und einige organisierten gemeinsam mit Pauline einen kleinen Kleidermarkt, wo Spendenkleider, welche nicht in der Größe der Kinder waren, zugunsten des Kindergartens verkauft wurden. Von dem Erlös wurden wieder einige Mahlzeiten und die Miete für den nächsten Monat bezahlt.</p>
<p>Die Situation in Kwazakhele hatte sich jedoch abermals drastisch verschlechtert. Als ich nach einem Praktikum in der Transkei wieder nach Kwazakhele zurückkam, hatte sich die Anzahl der Kinder auf 120 erhöht. Das gemietete Haus mit seinen ca. 20 Quadratmetern platzt inzwischen aus allen Nähten. Hiermit bestätigt sich, dass die Situation im Township dringend nach einer Kindertagesstätte verlangt. Es existieren bereits einige wenige solcher Tagesstätten in Kwazakhele, doch für alle muss man zahlen. Da viele der Eltern arbeitslos sind oder das Geld nicht haben, sind die Kinder auf der Straße, wo sie ständig mit den genannten Gefahren konfrontiert werden.</p>
<p>Jill von der Marwitz berichtete mir von dem Plan, ein eigenes Haus für den Kindergarten zu bauen. Ein Grundstück wurde bereits gefunden. Hierbei soll eine Grünfläche zum Spielen und ein kleiner Gemüsegarten angelegt werden, damit sich die Kinder nicht den ganzen Tag in dem stickigen Raum aufhalten müssen. Weiterhin spielen die mangelhaften sanitären Anlagen eine wichtige Rolle. Momentan gibt es eine Toilette ohne fließend Wasser. Viele Krankheiten (u.a. Krätze und auch Aids) breiten sich auf dem engen Raum spielend leicht aus. Die Krankenschwesterstudenten der Universität werden sich auch weiter, so gut es geht, um das gesundheitliche Wohl der Kinder kümmern; &#8211; doch es ist schier unmöglich, so viele Kinder auf so engem Raum zu versorgen. Mit einem größeren Haus soll auch diesen Problemen Abhilfe geschaffen werden.</p>
<p>Die Betreuer der Kinder kommen alle aus dem Township selbst. Sie beaufsichtigen die Kinder unentgeltlich. Ein weißes Ehepaar fährt einmal wöchentlich zu großen Supermarktfilialen und sammelt Brot und Gemüse vom Tag zuvor ein, welches dem Kindergarten gespendet wird. Durch das Interesse der internationalen Studenten und die soziale Arbeit einiger Weißen in Port Elizabeth entsteht möglicherweise auch eine bessere Kommunikation zwischen den Menschen, die durch die Apartheidpolitik getrennt wurden. Die Barrieren der Apartheid und Vorurteile sind immer noch sehr in den Köpfen der Menschen verankert (so verboten zum Beispiel einige Eltern ihren Töchtern im Rahmen der Krankenschwesterausbildung ein Praktikum im Township). Wenn wir durch unsere Arbeit in Paulines Kindergarten eine Tür einen spaltweit geöffnet haben, so findet sich möglicherweise jemand, der sie aufstößt und dort weitermacht, wo wir aufgehört haben.</p>
<p>Die wichtigsten Brennpunkte im Township sind Bildung und Gesundheit. Mit Ihrer Spende können diese Kinder in einem lebenswürdigen Umfeld aufwachsen und eine Schule besuchen. Helfen Sie mit Ihrer Spende und geben Sie den Kindern eine Chance auf Zukunft. Eine abzugsfähige Spendenbescheinigung wird ausgestellt &#8230; .</p>
<p>Enkosi (Vielen Dank),<br />
<strong>Lenka Tucek</strong></p>
<p>Spendenkonto: Freireligiöse Jugend Karlsruhe</p>
<p><em>Postbank Karlsruhe</em><br />
<em>Konto-Nr. 222 537-753</em><br />
<em>&#8220;Südafrika&#8221;</em><br />
<em>(BLZ 660 100 75)</em></p>
<p><a href="http://frgemeindeka.files.wordpress.com/2011/07/dscn3027.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-31" title="dscn3027" src="http://frgemeindeka.files.wordpress.com/2011/07/dscn3027.jpg?w=500" alt=""   /></a></p>
<p>Weitere Informationen und Fotos finden Sie auf unserer Homepage &#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/frgemeindeka.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/frgemeindeka.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/frgemeindeka.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/frgemeindeka.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/frgemeindeka.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/frgemeindeka.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/frgemeindeka.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/frgemeindeka.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/frgemeindeka.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/frgemeindeka.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/frgemeindeka.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/frgemeindeka.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/frgemeindeka.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/frgemeindeka.wordpress.com/29/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=29&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>CHILD HAVEN INTERNATIONAL</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 13:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>idana1976</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Childhaven]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderhilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Laß mich mein Licht anzünden&#8221;, spricht der Stern, &#8220;und rechte nicht mit mir, ob es die Dunkelheit vertreibt.&#8221; Rabindranath Tagore Das ursprünglich kanadische, jetzt internationale Hilfswerk existiert seit 1985. Es entsprang der Privatinitiative des kanadisch-amerikanischen Ehepaars Bonnie und Fred Cappuccino &#8230; <a href="http://frgemeindeka.wordpress.com/2008/07/25/child-haven-international/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=22&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>&#8220;Laß mich mein Licht anzünden&#8221;,</strong> spricht der Stern,<strong> &#8220;und rechte nicht mit mir, ob es die Dunkelheit vertreibt.&#8221;</strong></h2>
<p style="text-align:right;">Rabindranath Tagore</p>
<p><span style="font-size:xx-small;"><span style="font-size:xx-small;"><br />
<a href="http://frgemeindeka.files.wordpress.com/2011/07/kinder.jpg"><img class="size-full wp-image-23 alignnone" title="kinder" src="http://frgemeindeka.files.wordpress.com/2011/07/kinder.jpg?w=500&#038;h=324" alt="" width="500" height="324" /></a></span></span></p>
<p>Das ursprünglich kanadische, jetzt internationale Hilfswerk existiert seit 1985. Es entsprang der Privatinitiative des kanadisch-amerikanischen Ehepaars Bonnie und Fred Cappuccino und wird von der Unitarischen Gemeinde Toronto, in der Fred vor seinem Ruhestand als Prediger wirkte, unterstützt.<span id="more-22"></span> Seit 1992, als mit Carola Meyerhöfer die erste Karlsruher Volontärin in einem der indischen Heime arbeitete, fördert auch die Freireligiöse Gemeinde Karlsruhe das Projekt.</p>
<p>Die Cappuccinos hatten zu den eigenen zwei Kindern neunzehn weitere hinzuadoptiert, bis das notdürftig ausgebaute Farmhaus in Ontario aus allen Nähten platzte. Als die meisten der bunt zusammengewürfelten Schar groß genug waren, um eigene Wege zu gehen, verlegten die Cappuccinos ihren karitativen Einsatz nach Indien. Zu den drei indischen Heimen in Hyderabad (Zentralindien), Kaliyampoondi (bei Madras) und Gandhinagar (Gujarat) und dem geplanten Heim in Bombay, wo verwaiste, verarmte, ausgesetzte oder behinderte Kinder aufgenommen werden, kommt noch eines in Katmandu, Nepal sowie ein Förderprojekt bei Lhasa in Tibet. Das nordwestindische Heim in Gujarat ist das kleinste, in Kaliyampoondi und Hyderabad leben jeweils 100 bzw. 160 Kinder, und im neugebauten Heim in Kathmandu sind es auch schon über 100. Obwohl die Statuten formell eine Belegungsobergrenze vorschreiben, nimmt Bonnie Cappuccino, die viermal im Jahr die Heime besucht, grundsätzlich jedes Kind auf, denn alles &#8211; auch Vitaminmangel, Läuse und Krätze &#8211; ist besser, als der Hunger, die Lieblosigkeit und die Unsicherheit, die mit dem Leben auf der Straße verbunden sind. In den Heimen werden die Kinder versorgt und betreut, sie dürfen regelmäßig zur Schule und wachsen im Einklang mit den kulturellen und religiösen Traditionen ihrer Heimat auf.</p>
<p>Viele Volontäre haben bereits dort unentgeltlich bei freier (vegetarischer) Kost und (einfachster) Unterkunft mindestens drei Monate lang gearbeitet. Mitglieder aus verschiedenen freireligiösen Gemeinden ermöglichen durch ihre Spende, daß die Freiwilligen das Geld für Hin- und Rückflug, für die Impfungen und die Versicherungen nicht selbst aufbringen müssen, (was viele auch gar nicht könnten).</p>
<p>Postgirokonto der Freireligiösen Gemeinde Karlsruhe,<br />
Nr.792 13-754, BLZ 660 100 75, Stichwort &#8220;Indien&#8221;.</p>
<p>Kontakt: Freireligiöse Gemeinde Karlsruhe<br />
Dr. Eckhart Pilick<br />
Pia Oberacker-Pilick<br />
Amthausstr. 3<br />
76227 Karlsruhe</p>
<p><em>Auf Wunsch erhalten Sie eine steuerabzugsfähige Spendenquittung über Ihren Beitrag. Was über die Flugkosten, Impfungen und Versicherungen hinaus gespendet wird, kommt uneingeschränkt dem Projekt &#8220;Child Haven&#8221; zugute. Es werden von Ihrer Spende keinerlei Organisations- oder Verwaltungskosten abgezogen.</em></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/frgemeindeka.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/frgemeindeka.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/frgemeindeka.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/frgemeindeka.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/frgemeindeka.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/frgemeindeka.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/frgemeindeka.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/frgemeindeka.wordpress.com/22/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=22&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Stellungnahme von Dr. Eckhart Pilick</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 1999 13:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>idana1976</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahme]]></category>

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		<description><![CDATA[GEGENDARSTELLUNG Aufgeschreckt baten mich im Dezember Freunde und KONKRET-Leser, doch bitte nicht das Alte Testament verbieten zu lassen, wenigstens nicht vor Weihnachten oder vor ihrer Trauung, zu der ich über eine Stelle aus dem Hohenlied sprechen wollte. Ich konnte sie &#8230; <a href="http://frgemeindeka.wordpress.com/1999/07/25/stellungnahme-von-dr-eckhart-pilick/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=36&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GEGENDARSTELLUNG</strong></p>
<p>Aufgeschreckt baten mich im Dezember Freunde und KONKRET-Leser, doch bitte nicht das Alte Testament verbieten zu lassen, wenigstens nicht vor Weihnachten oder vor ihrer Trauung, zu der ich über eine Stelle aus dem Hohenlied sprechen wollte. Ich konnte sie beruhigen, zumal ich gerade eine Vorlesung darüber angekündigt habe. Entweder hat Peter Kratz meine Glosse <strong>(§ 88a)</strong> nicht gelesen, dann schreibt er wohl im Auftrag christlicher Theologen, oder er kennt und verdreht sie. Es ist jedenfalls absurd, mich oder die Freireligiösen in die Nähe der Nazis zu stellen. Zuerst wurden die Freireligiösen drangsaliert, weil sie keine Christen mehr sein wollten, dann verboten die Nazis den Bund Freireligiöser Gemeinden wegen der Überzahl an Marxisten und Sozialdemokraten unter ihren Mitgliedern, und jetzt glaubt man uns unsere bescheidenen Möglichkeiten nehmen zu können durch Verleumdung. <span id="more-36"></span></p>
<p>Die Parole &#8220;Los von Rom&#8221; meinten die Freireligiösen ganz und gar nicht &#8220;antisemitisch&#8221;, wie der Verfasser absurderweise nahe legt. (Rom war und ist nicht philo­semitisch), sie stammt vielmehr von <strong>Robert Blum</strong>, von <strong>Johannes Ronge</strong> und <strong>Carl Scholl</strong>; die beiden letzteren waren mit Jüdinnen verheiratet und kämpften gegen Antisemitismus und für die Emanzipation der Juden. Zu diesen &#8220;Dissidenten&#8221; zählten <strong>Roßmäßler</strong>, <strong>Käthe Kollwitz</strong> und zahlreiche Juden, wie etwa aus meiner Gemeinde Karlsruhe (nicht Ludwigshafen, wie Kratz schreibt) auch  <strong>Ludwig Marum</strong>, der von den Nazis im KZ ermordet wurde. Ebenfalls Mitglied der Freireligiösen Gemeinde Karlsruhe wurde 1979 die Cousine Albert Einsteins, Frau Dr. <strong>Elisabeth Steiner</strong>, nachdem sie einige Jahre lang unsere Monatszeitschrift <em>Freie Religion</em> gelesen hatte; sie hatte das KZ Theresienstadt überlebt.</p>
<p>Nicht durch SPD-Abgeordnete werden wir heute unterstützt, sondern durch die Körperschaftsrechte, die den Freireligiösen in der 48er Revolution verliehen und die ihnen in der Weimarer Republik 1919 und der Bundesrepublik 1949 bestätigt wurden, trotz des Widerstands der Kirchen und der Rechten.</p>
<p>Wie Kratz verdreht, mögen Sie an folgendem Beispiel erkennen. In KONKRET S. 27 zitiert er aus der freireligiösen Monatsschrift WEGE OHNE DOGMA in Zusammenhang mit dem Gründer der nazifreundlichen ,Deutschen Glaubensbewegung&#8217; (über deren Beziehung zu den Freireligiösen, vergleiche: Ulrich Nanko, Die Deutsche Glaubensbewegung, Diagonal-Verlag Marburg 1993): &#8220;<em>Worüber hätte Hauer trauern sollen</em>?&#8221;</p>
<p>Der Satz findet sich in einem Beitrag von Klaus Mußfeldt in WEGE OHNE DOGMA 12/1993.  (Mußfeldt gehörte niemals einer Freireligiösen Gemeinde an, sondern ist evangelischer Christ und Religionslehrer). In dem Artikel nimmt er Stellung zu einer Broschüre der Stuttgarter &#8220;Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen&#8221; (EZW), in der ein Zusammenhang zwischen heutigen rechtsextremen Gewalttaten und dem Abfall vom Christentum hergestellt wurde.</p>
<p>Dem von Kratz zitierten Satz: &#8220;Worüber hätte Hauer trauern sollen?&#8221; folgt bei Mußfeldt: &#8220;Das sagt das (evangelische! E.P.) Heft nicht ausdrücklich &#8230;&#8221; Mußfeldt bemängelt also bei den Christen, was Kratz in KONKRET als scheinheilige Aussage der Freireligiösen hinstellt! Außerdem führt Mußfeldt in seinem Beitrag aus, daß der Leiter der EZW, Dr. Karl Hutten, Schüler Hauers gewesen und begeisterter Anhänger des Nationalsozialismus war (Hutten: &#8220;Es geht uns um das Werk Adolf Hitlers in unserem Volk und darum, daß unsere Kirche ein freudiges Ja dazu habe &#8230;&#8221;). Hutter warf Hauer damals vor, sich nicht nur vom Christentum, sondern auch von Hitler getrennt zu haben, der Christ Hutter erklärte den Antisemitismus als eine &#8220;durch und durch sittliche Bewegung&#8221;, die von den Christen unbedingt bejaht werden müsse. Fazit des Mußfeldt-Artikels, den Kratz als Beleg für die Nähe der Freireligiösen zum Faschismus und Antisemitismus (natürlich verdreht) zitiert: &#8220;Nicht die eigene Vergangenheit, sondern lediglich die von Gegnern wird (von der Kirche) aufgearbeitet, wobei noch die Gelegenheit wahrgenommen wird, sich selber als kämpferisch für das Gute erscheinen zu lassen&#8221; (S. 267).</p>
<p>Es gab gewiß auch in den über 150 Jahre alten Freireligiösen Gemeinden einzelne Anhänger des Nationalsozialismus, aber die überwiegende Mehrzahl unserer Mitglieder war und ist bis heute antifaschistisch. Wie andere Religionsgemeinschaften schließen wir unsere Sünder nicht aus, sondern versuchen sie aufzuklären. Bei dem von Kratz erwähnten Dietrich Bronder wurde allerdings eine Ausnahme gemacht: Er wurde aus seiner Freireligiösen Landesgemeinschaft ausgeschlossen.</p>
<p><em>Bevor ich nun das Alte Testament verbieten lasse, möchte ich Peter Kratz noch den Psalm 33,14 in Erinnerung rufen und ihn mit dem Prediger Salomon ermahnen: &#8220;Sechs Dinge sind, die der Herr haßt, und das ,siebente verabscheut seine Seele: lügenhafte Zeugen &#8230;einen falschen Zeugen, der Lügen vorbringt und wer Zwietracht aussäht unter Brüdern.&#8221;</em></p>
<p style="text-align:right;"><strong>Eckhart Pilick</strong></p>
<p>(Dr. Eckhart Pilick ist Landessprediger der Freireligiösen Landesgemeinde Baden a.D. und eh. Redakteur von &#8221; Wege ohne Dogma&#8221; a.D. Die Stellungnahme richtet sich gegen KONKRET 1/98, Artikel von Peter Kratz &#8220;Führer Unser&#8221;. Den oben kursiv gesetzten Abschnitt hatte KONKRET veröffentlicht.)</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/frgemeindeka.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/frgemeindeka.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/frgemeindeka.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/frgemeindeka.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/frgemeindeka.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/frgemeindeka.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/frgemeindeka.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/frgemeindeka.wordpress.com/36/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=36&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Offizielle Stellungnahme der AG freireligiöser und freigeistiger PfarrerInnen und SprecherInnen</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 1998 11:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>idana1976</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahme]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellungnahme zum Artikel von Peter Kratz &#8220;Führer Unser&#8221;, KONKRET 1/98 Auf dem letzten Treffen von Sprechern, Sprecherinnen, Predigern, Pfarrerinnen und Pfarrern verschiedener freireligiöser und freigeistiger Gemeinschaften Deutschlands wurden die jüngsten Vorgänge um diffamierende und entstellende Äußerungen über Gemeinden und Repräsentanten &#8230; <a href="http://frgemeindeka.wordpress.com/1998/07/25/offizielle-stellungnahme-der-ag-freireligioser-und-freigeistiger-pfarrerinnen-und-sprecherinnen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=frgemeindeka.wordpress.com&amp;blog=18344564&amp;post=11&amp;subd=frgemeindeka&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:medium;">Stellungnahme zum Artikel von Peter Kratz &#8220;Führer Unser&#8221;, KONKRET 1/98</span></p>
<p>Auf dem letzten Treffen von Sprechern, Sprecherinnen, Predigern, Pfarrerinnen und Pfarrern verschiedener freireligiöser und freigeistiger Gemeinschaften Deutschlands wurden die jüngsten Vorgänge um diffamierende und entstellende Äußerungen über Gemeinden und Repräsentanten des seit 1845 bestehenden freireligiösen Spektrums besprochen. Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen kamen überein, hierzu eine Stellungnahme abzugeben:<span id="more-11"></span></p>
<p>Der seit Jahren immer wieder durch Angriffe auch auf Freireligiöse Gemeinden und sie vertretende Persönlichkeiten bekannt gewordene Peter Kratz hat in der Januar-Ausgabe 1998 der Zeitschrift KONKRET unter der Überschrift &#8220;Führer Unser&#8221; behauptet, &#8220;Die Freireligiösen sind eine Sekte, die Adolf Hitler zu ihrem Gott erklärte und ein genetisch gereinigtes Volk für göttlich hält.&#8221; Neben die den Freire­ligiösen zugeschriebenen Aussage: &#8220;lm Willen Adolf Hitlers kommt in der Tat der Wille Gottes zum Ausdruck&#8221; stellt er die Behauptung: &#8220;Der wichtigste Ideologe der Freireligiösen wünschte seine Gegner noch 1990 ins KZ &#8230;&#8221;</p>
<p>Zu diesen Behauptungen gelangt Herr Kratz durch seine Methode, aus dem Zusammenhang gerissene historische Aussagen und Umstände durch unzutreffende VerknÜpfungen auf gewesene und gegenwärtige Organisationen oder Personen zu übertragen, diese damit zu diffamieren und zum Ziel einer umfassenden Kampagne zu machen. Zusammen mit klaren Fehlinterpretationen und falschen Informationen über nachweisbare Tatsachen sowie durchaus bedenkenswerten Punkten ent­steht so ein verzerrtes Bild, das am Ende zu falschen, zum Teil absurden Ergebnissen führt. Für diese unsachliche und tendenziöse Methodik ist Peter Kratz seit langem bekannt, und sie ist mit all ihren Rückschlüssen als wissenschaftlich und journalistisch unredlich zurückzuweisen.</p>
<p>Es ist richtig &#8211; und nichts wesentlich Neues , daß auch in freireligiösen Gemeinden einzelne Personen und Ereignisse in enger Anbindung an die Ideologie völkischer und nationalsozialistischer Kreise standen, als das heute für uns nachvollziehbar ist. Zu einem Zusammenschluß mit völkischen oder nationalsozialistischen Kreisen kam es jedoch nicht; der angeblich &#8220;führende Ideologe&#8221; war zum Zeitpunkt des von ihm zitierten KZ-Ausspruchs wegen des Verstoßjes ge­gen das Toleranzgebot und wegen rassistischer Äußerungen längst aus der damali­gen Freireligiösen Landesgemeinschaft Niedersachsen ausgeschlossen worden; Georg Picks Buch &#8220;Die Religion der Freien Deutschen&#8221; war in der Tat ein beklem­mendes Beispiel für ein &#8220;Zuviel&#8221; an Zugeständnissen an die politischen Verhält­nisse -aber auch nur das: So war Georg Pick einer derjenigen, die einen Beitritt zur ADG Hauers gerade wegen des Arierparagraphen und des Führerprinzips strikt ablehnten.</p>
<p>Die an dieser Erklärung beteiligten freireligiösen und freigeistigen Sprecher, Sprecherinnen, Prediger, Pfarrer und Pfarrerinnen weisen daher die Anschuldigun­gen von Peter Kratz entschieden als in Kern und Inhalt unrichtig zurück. Sie be­trachten das Ganze ansonsten mit einer gewissen Gelassenheit, da die Schlußfolge­rungen von Peter Kratz zu so absurden und falschen Ergebnissen kommen, daß sie &#8211; wie auch in anderen Zusammenhängen bereits gerichtlich bestätigt &#8211; als bloße &#8220;substanzlose&#8221; Meinungsäußerungen gewertet werden müssen. Da jedoch auch unwahre Behauptungen ihre Wirkung entfalten, soll diese Stellungnahme auf einige der grundsätzlichen Gegenargumente zu den Vorwürfen von Herrn Kratz hinweisen, ohne dabei im Detail auf alle einzelnen Punkte des Kratz&#8217;schen Artikels eingehen zu können (was weiteren Betrachtungen vorbehalten bleibt, die in Vorbereitung sind). Abgesehen von der generellen Kritik an der Arbeitsmethode von Peter Kratz, die auch in dem hier angesprochenen Artikel durchgängig zur Anwendung kommt, be­ziehen wir uns dabei vor allem auf die oben zitierten Aussagen, die durch den Fett­druck als zusammengefaßte Kernaussagen des Artikels verstanden werden müs­sen. An ihnen wird besonders deutlich, daß das den Freireligiösen hier unterstellte Gottesbild sowie die Behauptung, die Freireligiösen seien eine faschistische Sekte, sowohl vom religiös-weltanschaulichen als auch vom strukturell-organisatorischen Ansatz her nicht haltbar sind:</p>
<p><span style="font-size:medium;">1. Insofern der Gottesbegriff in freireligiösen Kreisen heutzutage überhaupt noch gebraucht wird, hat er sämtliche traditionellen monotheistischen Züge verloren (z.B. jenseitige Personalität, die sich diesseitig mit Willensbekundungen und ein­greifendem Lenkvermögen offenbaren würde). Auch wenn manche Freireligiöse noch von einem &#8220;Göttlichen&#8221; in einem weitgefaßten pantheistischen Sinne spre­chen, nähern sie sich mehr ontologischen und ethisch-philosophischen Konzepten, als daß sie sich unter einem &#8220;Göttlichen&#8221; eine wie auch immer geartete, mit Ver­stand, Willen und Tatkraft ausgestattete Wesenheit vorstellen würden, die nach ei­nem &#8220;Führer-Unser&#8221;-Prinzip anzubeten wäre. Wenn Freireligiösen schon die Glau­bensgestalt Jesu nur als Religionstifter des Christentums und nicht als göttlicher Christus gilt, um wieviel mehr werden Freireligiöse dann jede Erhebung eines hi­storischen Menschen zu einem Gott ablehnen, und dann noch eines Diktators wie Hitler!</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">2. Auch alle weiteren Überzeugungen Freier Religion und freigeistiger Weltan­schauung stehen vom Anfang ihrer mehr als 150jährigen Geschichte bis heute in einem deutlichen Gegensatz zu jedem faschistischen Denken. So wird die indivi­dualistische Selbstbestimmung der &#8220;Priesterschaft aller Gläubigen&#8221; so weit ver­standen, daß es überaus schwierig ist, überhaupt von einer einheitlichen Gemein­schaft zu sprechen. Persönliche Aufrichtigkeit unter Einsatz des Gebrauchs von Vernunft und Erfahrung hatte in freireligiösen und freigeistigen Gemeinschaften von ihren Anfängen bis heute Vorrang vor jeglicher Gleichförmigkeit in Lehre und Brauchtum und erst recht vor einer &#8220;Gleichschritt-Marsch&#8221;-Haltung.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">3. Im gleichen Sinne wendet sich freireligiöse und freigeistige Lebenseinstellung gegen alle ideologisierenden Richtungen, die schematisch verallgemeinern, abso­lute Maßstäbe setzen und Anspruch auf eine alles unterwerfende Macht erheben. Sie achtet demgegenüber im humanistischen Sinne sowohl auf Glaubens-, Geistes­und Gewissensfreiheit des einzelnen Menschen als auch auf den Wert und die Würde der Einmaligkeit und Einzigartigkeit jedes persönlichen Lebens. Aus all dem wird klar: Die nicht-dogmatische Lehre und die nicht-hierarchische Struktur der freireligiösen und freigeistigen Organisationen sind ebenso wie ihre wesentli­chen Glaubens- und Überzeugungsmerkmale genau das Gegenteil eines faschisti­schen &#8220;Führer Unser&#8221;-Prinzips.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">4. Herr Kratz behauptet, die Freireligiösen seien eine &#8220;Sekte&#8221;. Dies ist über die freireligiöse Selbsteinschätzung hinaus auch nach religionswissenschaftlichen, so­ziologischen und psychologischen Kriterien nicht haltbar, da keines der allgemein anerkannten Merkmale einer Sekte erfüllt wird, das über die Tatsache der formalen Ablösung einer kleineren Gruppe von einer größeren hinausgeht. Zu diesen, bei den Freireligiösen Gemeinden nicht zu findenden Charakteristiken einer Sekte gehören: </span></p>
<ul>
<ul>
<li><span style="font-size:medium;">Absolutheitsanspruch bezüglich der Wahrheit der eigenen Weltanschauung; </span></li>
<li><span style="font-size:medium;">Anspruch als Mitglied einer solchen Gemeinschaft bezüglich des Seelenheils auserwählt zu sein; </span></li>
<li><span style="font-size:medium;">missionarisches Sendungsbewußtsein bezüglich des selbstdefinierten Auftrags; </span></li>
<li><span style="font-size:medium;">Endzeiterwartung bezüglich eines bevorstehenden Weltuntergangs; </span></li>
<li><span style="font-size:medium;">Glaube an ein personales, göttliches Wesen und eine sie im Diesseits vertretende Person in Form eines unfehlbaren, die göttliche Botschaft interpretierenden Sektengründers bzw. einer Sektengründerin; </span></li>
<li><span style="font-size:medium;">unbedingte Buchstabengläubigkeit gegenüber einer heiligen Schrift und ihren Auslegungen und neuen Offenbarungen durch die Person des Sektengründers bzw. der Sektengründerin; </span></li>
<li><span style="font-size:medium;">strenge, auf Unterwerfung abgestimmte Lebenspraxis, die eine &#8220;sündige&#8221; Welt von einer &#8220;reinen, heilen&#8221; Welt der Gläubigen abgrenzt. </span></li>
</ul>
</ul>
<p>Alle Gemeinschaften des freireligiös-freigeistigen Spektrums lehnen derartige Denkweisen und Praktiken kategorisch ab und sind aus dieser Ablehung heraus in der Kritik zu bestehenden Religionen und religiösen Gemeinschaften entstanden. Sie sind daher mit ihren Anliegen und Hoffnungen das genaue Gegenteil einer totalitären und exklusiven &#8220;Führer-Unser&#8221;-Sekte. Vielmehr sind sie Teiljenes breitgestreuten Spektrums unserer Gesellschaft, das die Individualität und Einzigartigkeit eines jeden Lebens betont, erhalten und fördern will. Das Aufdecken von verkappten Nazis und rassistischem Gedankengut ist ein wichtiges Anliegen, das auch Freireligiöse teilen. Immerhin haben gerade während der Nazi-Herrschaft etliche freireligiöse und freigeistige Mitglieder unserer Gemeinden gerade deshalb Verfolgungen erleiden müssen, weil sie der SPD oder den Kommunisten nahestanden und den Nationalsozialismus ablehnten. Wir stellen fest, daß auch bei Peter Kratz die SPD immer mit in der Schußlinie steht.</p>
<p>Die an dieser Stellungnahme Beteiligten legen größten Wert darauf, Personen oder Organisationen vor allem durch persönlichen Augenschein zu beurteilen. Sie laden jeden ein, durch Besuch einer Veranstaltung oder ein Gespräch mit Mitgliedern oder Repräsentanten freireligiöser oder freigeistiger Gemeinden selbst zu erleben, welches Gedankengut hier gepflegt wird. Das gilt auch für Herrn Kratz, der diese Möglichkeit unseres Wissens bisher nie wahrgenommen hat.</p>
<p><span style="font-size:medium;"><span style="text-decoration:underline;">Gezeichnet:</span></span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Renate Bauer; Ludwigshafen Landessprecherin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz, K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Udo Becker, [dar-Oberstein, Pfarrer der Freireligiösen Gemeinde Idar-Oberstein, K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Dr. Holger Behr, Langen, Sprecher der Freireligiösen Gemeinde Wiesbaden, K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Elke Gensler, Mainz, Pfarrerin der Freireligiösen Gemeinde Mainz, K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Jürgen Gerdes, Hannover, Landessprecher der Freien Humanisten Niedersachsen, K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Heinrich Keipp, Offenbach/M., Pfarrer der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach/M., K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Helmut Manteuffel, Offenbach/M., Pfarrer der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach/M., K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Matthias Pilger-Strohl, Neu-Isenburg, Landessprecher der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen, K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Dr. Eckhart Pilick, Karlsruhe, Landessprecher der Freireligiösen Landesgemeinde Baden, K.d.ö.R.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Thomas Lasi, Heidelberg, Landessprecher der Freireligiösen Landesgemeinde Baden, K.d.ö.R.</span></p>
<p align="RIGHT"><span style="font-size:medium;">Ludwigshafen, den 30. Dezember 1997</span></p>
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