V  o  r  w  o  r  t

Die Freireligiösen wollen frei in (nicht von) der Religion sein.

Sie meinen:

Jeder ist für seinen Glauben selbst verantwortlich.

Religion kann man nicht erben, man muss sie erwerben. Das bedeutet Arbeit. Denn die  “ewige Wahrheit”  ist nicht in einem einzigen Buch versteckt.

Darum wollen und können die Freireligiösen aus Prinzip nicht werben oder missionieren.

Freie Religion ist eine Geisteshaltung, in der der Zweifel nicht nur zugelassen, sondern konstitutiv ist.

Die Freireligiösen haben sich deshalb in Gemeinden zusammengeschlossen, um in der Gesellschaft diesen Freiraum politisch zu ermöglichen und sich gegen dessen Bedrohung zur Wehr zu setzen.

Das war ein harter Kampf zu Beginn 1845 bis 1848, wo sie als Körperschaft des öffentlichen Rechts zum ersten Mal den Kirchen gleichgestellt worden sind (bestätigt in der Weimarer Republik 1919 und dann in der BRD 1949). Stark und erfolgreich (wenn auch nie zahlenmäßig) waren die Gemeinden wärend dieser ersten Demokratiebewegung bis 1848/49, dann erst in der Weimarer Republik. So klein ihre Schar immer war, so haben sie doch Einfluß ausgeübt, am meisten in der Paulskirche und in der Weimarer Republik. Auch am Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland haben Freireligiöse Juristen entscheidend mitgewirkt.

Die Wirksamkeit der Freireligiösen, immer in Relation  zur geringen Mitgliederzahl in Karlsruhe, erkennt man indirekt u.a. an Gebäuden, Straßen, Einrichtungen usw., die nach ihnen benannt worden sind, wie z.B.

Oskar-Ulmer-Brücke in Durlach-Aue

Robert-Blum-Straße

Gervinusstraße

Ludwig-Marum-Straße

Luise-Riegger-Haus

Hanne-Landgraf-Heim

Karl-Siebert-Haus

Einige bekannte und weniger bekannte Künstler zählten ebenfalls zu den Mitgliedern, z.B. der Maler Helmut Meyer-Weingarten.

Unter den Ehrenbürgern der Stadt finden sich die Namen  zweier aktiver Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde: Adam Remmele und Hanne Landgraf.

Wie oft in Karlsruhe die Dienste der Freireligiösen Gemeinde gefragt waren, zeigt eine (nicht vollständige) Übersicht der Trauerfeiern, die allein durch Eckhart Pilick  im Raum Karlsruhe durchgeführt wurden.   Die Verstorbenen waren evangelisch, freireligiös, islamisch, jüdisch, katholisch, russisch-orthodox oder (meistens) konfessionslos. Eckhart Pilick nahm einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe war, und zu seinen Seminaren und Vorlesungen kamen Studentinnen und Studenten aller Konfessionen. Er hielt Rundfunkreden im SDR und SWF und bereiste regelmäßig zu Vorträgen und Feierstunden oder zu Trauungen, Taufen oder Trauerfeiern die einzelnen badischen Gemeinden von Konstanz und Lörrach bis Mannheim, Heidelberg. Er war verantwortlich für den Dienstplan mehrer Mitarbeiter und Prediger, wie z.B. Dr. Meyer, Dr. Dietmar Friedmann, Dr. Max Gaebler, Dr. joachim Giesecke oder Heinrich Keip.

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Robert Blum. Auf dem Theater des Lebens.

Anke Reuther (Hrsg.): Robert Blum. Auf dem Theater des Lebens. Beiträge zur Robert–Blum–Ehrung.

Der Band enthält die von Kirsten Reuther geschaffene und 2007 uraufgeführte Robert-Blum-Revue,die das Leben Robert Blums mit Liedern des Vormärz und der Revolution von 1848/49 verknüpft, 14 Briefe von Blum an Johannes Ronge, tabellarische Lebensläufe von Blum und Ronge Weiterlesen

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Bitte um Mitarbeit und Beiträge

Liebe Freundinnen und Freunde!

Wir hätten alle gerne eine schöne Webseite auf der interessante Artikel stehen. Ich kann gerne jedem unsere Mitglieder oder Freunde einen Autoren Account erstellen. Dazu meldet Euch bitte rechts unter Meta –> Registrieren an. Allerdings: Schreiben müsst Ihr! Ich freue mich auf Eure Beiträge!
Viele Grüße
Tanja

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Kwazakhele-Kindergartenprojekt in Südafrika (Port Elizabeth)

Kwazakhele-Kindergartenprojekt

Port Elizabeth ist eine Hafenstadt in der Ost-Kapprovinz Südafrikas. Es ist die fünftgrößte Stadt in diesem Land. Die Spuren der Apartheid sind, wie in allen südafrikanischen Städten, noch deutlich in der Stadtaufteilung zu sehen. Im südlichen Teil befindet sich der Hafen und entlang des Strandes die teuren Wohngebiete der Weißen, mit Hotels und Villen. Im Norden grenzen verschiedene Townships an die Stadt (Kwazakhele, Swede, …). Weiterlesen

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CHILD HAVEN INTERNATIONAL

“Laß mich mein Licht anzünden”, spricht der Stern, “und rechte nicht mit mir, ob es die Dunkelheit vertreibt.”

Rabindranath Tagore


Das ursprünglich kanadische, jetzt internationale Hilfswerk existiert seit 1985. Es entsprang der Privatinitiative des kanadisch-amerikanischen Ehepaars Bonnie und Fred Cappuccino und wird von der Unitarischen Gemeinde Toronto, in der Fred vor seinem Ruhestand als Prediger wirkte, unterstützt. Weiterlesen

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Stellungnahme von Dr. Eckhart Pilick

GEGENDARSTELLUNG

Aufgeschreckt baten mich im Dezember Freunde und KONKRET-Leser, doch bitte nicht das Alte Testament verbieten zu lassen, wenigstens nicht vor Weihnachten oder vor ihrer Trauung, zu der ich über eine Stelle aus dem Hohenlied sprechen wollte. Ich konnte sie beruhigen, zumal ich gerade eine Vorlesung darüber angekündigt habe. Entweder hat Peter Kratz meine Glosse (§ 88a) nicht gelesen, dann schreibt er wohl im Auftrag christlicher Theologen, oder er kennt und verdreht sie. Es ist jedenfalls absurd, mich oder die Freireligiösen in die Nähe der Nazis zu stellen. Zuerst wurden die Freireligiösen drangsaliert, weil sie keine Christen mehr sein wollten, dann verboten die Nazis den Bund Freireligiöser Gemeinden wegen der Überzahl an Marxisten und Sozialdemokraten unter ihren Mitgliedern, und jetzt glaubt man uns unsere bescheidenen Möglichkeiten nehmen zu können durch Verleumdung. Weiterlesen

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Offizielle Stellungnahme der AG freireligiöser und freigeistiger PfarrerInnen und SprecherInnen

Stellungnahme zum Artikel von Peter Kratz “Führer Unser”, KONKRET 1/98

Auf dem letzten Treffen von Sprechern, Sprecherinnen, Predigern, Pfarrerinnen und Pfarrern verschiedener freireligiöser und freigeistiger Gemeinschaften Deutschlands wurden die jüngsten Vorgänge um diffamierende und entstellende Äußerungen über Gemeinden und Repräsentanten des seit 1845 bestehenden freireligiösen Spektrums besprochen. Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen kamen überein, hierzu eine Stellungnahme abzugeben: Weiterlesen

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